Kontext

CLIL hat sich als eine weitreichende Innovation erwiesen, durch die es möglich ist, sowohl das Sprachlernen auf seinen verschiedenen Stufen zu verbessern als auch die Qualität von Curricula und damit auch von Bildungssystemen generell zu erhöhen (Eurydice European Commission 2006, Windows on CLIL, CLIL Matrix, ECML 2007). Es scheint nicht nur Lehrer sondern auch Lerner zu motivieren (aufgrund seiner konstruktivistischen methodologischen Prinzipien). Es hat sich ursprünglich in isolierten europäischen Kontexten entwickelt und beeinflusst jetzt Entscheidungsprozesse zum Sprachenlernen in der ganzen Welt. Als wichtigste Kräfte haben sich nicht nur die erreichten Lernergebnisse erwiesen, sondern auch die dringende Notwendigkeit für Bildungsinnovationen in einer sich schnell wandelnden Welt sowie integrierter Lösungen, die von Lehrern, Forschern und Administratoren überprüft werden können. Das Prinzip der Integration von Sprach- und Inhaltslernen ist noch nicht in allen Ländern des Europarats aufgegriffen worden; und in den Ländern, die mit der Implementierung von CLIL begonnen haben, wurde das Prinzip häufig übernommen, ohne dass angemessene Werkzeuge bzw. andere Formen der Unterstützung entwickelt wurden.

Heute, im Jahre 2007, ist es klar, dass es bestimmte Bedarfe gibt, wenn CLIL auf Länder übertragen werden soll, die ähnliche Ansprüche an Qualität stellen, und wenn die Einführung von CLIL nachhaltig sein soll. Ein solcher Bedarf bezieht sich auf Lehrerausbildungs- und Lernercurricula, die im Mittepunkt dieses Antrags stehen. Dies wurde deutlich während der Arbeit an dem CLIL Matrix Projekt (ECML 2004-2007); es stellte sich heraus, dass Curriculum-Entwicklung dringend erforderlich ist, um es Lehrern und Lehrerausbildnern zu ermöglichen, einem integrierten Sprach- und Sachfachunterricht nachzugehen. Für die Projektperiode 2008-2011 wird vorgeschlagen, dass gute Unterrichtspraxis und theoretische Analysen konsolidiert werden, wobei die gute Arbeit, die im ECML und im Europarat unter dem Stichwort „bilinguale Erziehung“ geleistet wurde, einbezogen werden soll. Auf diese Weise können die Schlüsselwerkzeuge für die Länder, die neu oder wenig vertraut mit der Unterrichtspraxis von CLIL sind, bereit gestellt werden.
Die Mitglieder des Projektteams haben beträchtliche Erfahrung bei der Entwicklung von CLIL innerhalb der Europäischen Union und haben die Absicht, ihre Erfahrung zu nutzen, um dieses Projekt für Multiplikatoren innerhalb des Europarates attraktiv zu machen.

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